Bedeutende Bauwerke

Alter Leuchtturm

1539 wurde der Leuchtturm von holländischen Maurern aus Ziegel­steinen erbaut. Er ist rund 31 Meter hoch und besteht aus acht Etagen, die jeweils im Durchmesser abnehmen. Er ist einer der ältesten Leucht­türme in Deutschland, und 142 Treppenstufen führen hinauf. Er dient als Museum für Leuchtfeuertechnik.

1827 wurde er von einem Blitz getroffen, wobei die Spitze völlig abbrannte.

1903 wurde das Leuchtfeuer auf elektrisches Licht um­gestellt. Deutschlands dienstältester Leuchtturm stellte 1972 den Betrieb ein, weil die Sicht durch den Neubau eines Hochhauses verdeckt wurde. Das Leuchtfeuer befindet sich jetzt im obersten Stockwerk des Maritim-Hotels in 117 Meter Höhe.

Spielcasino

Das Gebäude wurde 1913/14 als „Städtischer Kursaal“ bzw. „Konver­sationshaus“ erbaut. Die Gestaltung der Außenanlagen wurde im Jahr 1915 von dem bekannten Lübecker Gartenarchitekten Harry Maasz vorgenommen. Das Casino Travemünde an der eleganten Kaiserallee im Jugendstil ist eines der traditionsreichsten in Deutschland. Im Jahr 1949 wurde das Spielcasino mit einer zunächst auf zehn Jahre befris­teten Lizenz eröffnet.

Strandpromenade

Heute befindet sich hier die architektonisch wohl eindrucksvollste Strandpromenade an der deutschen Küste mit dem breiten Sandstrand der Ostsee. Sie wurde 1904 eingeweiht. Die besondere Atmosphäre ergibt sich durch die großzügigen Dimensionen und den Blick auf den Badebetrieb und den internationalen Fährverkehr. Der feinsandige Sandstrand ist 4,5 km lang, 1700 Strandkörbe sind verfügbar. Die Strandpromenade geht über in die urige Kulisse des Brodtener Steilufers.[2]

Strandbahnhof

Der Endbahnhof der Bahnstrecke wurde 1911–1913 nach den Plänen des Architekten Fritz Klingholz im Jugendstil als Ersatz für einen höl­zernen Vorgänger aus dem Jahre 1900 gebaut. 2006 wurde er aufwän­dig für fast 2,3 Millionen Euro restauriert.[3] Als Besonderheit weist er einen Uhrenturm mit bis zum Strand hin sichtbarer Anzeige der nächsten Zugabfahrt auf.

Hafenbahnhof

Das jetzige Gebäude wurde 1913/14 ebenfalls nach den Plänen von Fritz Klingholz errichtet. Der Vorgänger war bereits mit der Eröffnung der Lübeck-Travemünder Eisenbahnstrecke im Jahre 1882 fertiggestellt worden. Auf Wunsch der Eisenbahngesellschaft baute die Stadt eine Verbindungsstraße zwischen Hafenbahnhof und den Schiffsanlegern an der Vorderreihe, die den Namen Rose erhielt. 1996 wurde das Bahn­hofsgebäude verkauft und wird heute als Restaurant genutzt.

Vereinsheim EHSFV

Das Vereinshaus des Eisenbahner-Hochsee-Sportfischer-Vereins e.V. ist ein umgebauter Wasserturm der ehemaligen Lübeck-Büchener Eisen­bahn. Daneben steht ein Teil des ehemals dreiteiligen Schnelltrieb­wagens SVT 137 851 (Bauart "Köln") der DRG, welcher heute als Gästehaus Verwendung findet.

Touristische Attraktionen eines alten Seebades Altstadt

Lübeck-Travemünde entwickelte sich ursprünglich aus einer Fischer- und Lotsensiedlung und ist seit 1802 eines der ältesten und traditions­reichsten deutschen Seebäder. Sein Tourismus ist über Jahrzehnte gewachsen mit entsprechender Infrastruktur und vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten.

In der Altstadt von Travemünde rund um die St.-Lorenz-Kirche (1557, mit einer Orgel von Beckerath) und am Ostpreußenkai hat sich der ursprüngliche Charakter erhalten. So kann man im Fischereihafen fangfrischen Fisch kaufen. Dieser Teil Alt-Travemündes vor dem Anleger der Priwallfähren, gegenüber der alten Lübecker Vogtei im Stil der Backsteinrenaissance, besitzt ein urbanes Ambiente. Die Alte Vogtei war Sitz der Lübecker Stadtherrn, Polizeirevier und wird heute gewerblich genutzt.[1]