Maritimes Flair

Alljährlich im Sommer findet unter Federführung des Lübecker Yacht Clubs (LYC) vom Leuchtenfeld aus die Travemünder Woche mit rund 2.500 Aktiven und über 1.000 Booten statt, ähnlich der Kieler Woche. [1] Die Windjammer treffen sich in Travemünde jährlich zur Baltic Sail. Zahlreiche Besucher hatte zwischen 2002 und 2007 auch das Sand­skulpturen-Festival Sand World, das 2007 zum sechsten Mal am Priwallstrand stattfand.

An der Travemündung beim Passathafen am Priwall mit seinen Hunderten von Segelyachten (nur während der Segelsaison) liegt die Viermastbark Passat als Museumsschiff und Wahrzeichen. Die Passat wurde 1911 als Getreide- und Salpetertransporter erbaut und 1959 von der Hansestadt Lübeck unter Denkmalschutz gestellt. Sie umsegelte neununddreißigmal Kap Horn und umrundete zweimal die Welt. Sie kann besichtigt werden, hat drei Veranstaltungsräume, 98 Kojen sowie

ein Standesamt. [4] Die Masten sind 56 Meter hoch. [1] In der Vorweih­nachts- und Weihnachtszeit ist sie mit einer Lichterkette über die Toppen geschmückt.

Die Passat zählte einst zu den legendären Flying-P-Linern der Hambur­ger Reederei Laeisz.

Sie ist das Schwesterschiff des vor Manhattan liegenden Museumsschiffs Peking und verwandt mit der im Atlantik gesunkenen Pamir, an die das Wrack eines ihrer Rettungsboote in der St. Jakobikirche am Koberg in Lübeck erinnert. Zu den P-Linern gehört auch die Krusenstern, die früher Padua hieß, und Travemünde als aktives russisches Segelschulschiff im Rahmen der Baltic-Sail regel­mäßig besucht